about me
Schon früh wurde ich auf ein betrachtendes Auge geschult, dank meiner heimisch umgebenden Natur, wo ich viel Zeit verbrachte. Das staunende Auge begleitet mich auch im städtischen Alltag, wo mein Fokus auf der Architektur liegt. Die Werke leben vor dem Hintergrund philosophischen Denkens; sie versuchen künstlerische Ebenen miteinander zu verknüpfen, um den Betrachtenden mehr Zugänglichkeit zu offerieren. Jede meiner Fotografien hat eine persönliche Bedeutung und ist mir ein liebes Erinnerungsstück, welches eine Geschichte einer Momentaufnahme abbildet - einen Umstand vergangener Zeit.
about photography
Genau wie Niederschriften, sind Fotografien wahrste Zeugen einer Zeit: Nicht nur die Vergänglichkeit wird belegt, sie zeigen uns auch Wandel und Fortschritt. Jedes Abbild entsteht aus einer bestimmten Impression, die das sehende Auge wahrnimmt und der Fotografierende festhalten will. In der Fotografie zeigt sich des Künstlers Auge; wie dieser die Welt sieht oder sie sehen will. Dem Betrachtenden steht diese Sicht frei. Ob das Abbild gleich gesehen wird oder nicht, ist einerlei, denn eine Fotografie bildet bloss ab. Mehr will und soll sie auch nicht. Man lasse sie der Zeit Zeuge bleiben und erfreue sich an einer anderen Perspektive als der eigenen. So auch hält es sich mit der Architektur: In ihr steckt eine grossartige Kraft des Wiedergebens. Man schaue auf das Baujahr und erhält anhand des Stils, der Erhaltung, der Nutzung, usw. eine reiche Antwort, wenn man nach dem Umstand einer Zeit fragt.
Eine schöne Analogie zweier Künste - die eine im Bestandteil des Lichtes, die andere in jener, der Materie. Beide als Zeugen einer Zeit, zur Betrachtung unserer Vergänglichkeit. Kombiniert man nun diese Künste, entsteht eine Momentaufnahme, einen Vergleich für kommende Generationen, die so die Welt durch vergangenen Blick sehen können. In jedem Künstlers Stil zeigt sich eine Abbildung seiner selbst und sogleich auch jenes Wirken im Leben eines Augenblickes. Das gleiche in der Architektur: So zeigt zum Beispiel die der futuristischen nicht nur den Stand der Technologie einer bestimmten Zeit, sondern auch des Architekten zukunftsgerichtete Fantasien, welche repräsentativ für eine ganze Gesellschaft stehen. Ob ein Gebäude nun eine Vielzahl von Personen anspricht oder nicht, sei dahingestellt, denn es steht als Repräsentant und erfüllt in dieser Hinsicht gänzlich seine Funktion. So gibt es viele architektonische Überraschungen, die nicht jedes Auge positiv reizen, doch genau in diesen, kann am besten aus einer Zeit gelesen werden. Dies vielleicht eine Aufgabe meiner Werke - die Suche nach dem Abbild einer vergangenen Zeit: Das Einfangen eindrücklicher Architektur, nicht nur meines Auges willen, sondern auch zur Anregung nach der Frage der Geschichte einer Zeit, eines Ortes und einer Gesellschaft. Einen tieferen Blick in eine dynamische Welt der Architekturfotografie zu ergründen, eine Inspiration, Bauwerke in einem dichteren Gehalt zu erkennen, eine Aufgabe, nicht bloss abzulichten, sondern durch die Vereinigung zweier Künste tiefere Wahrnehmung zu erschaffen - dies sind meine Triebfedern, die den Auslöser meiner Kamera stets in Gang halten. Selbst eine Zeitzeugin zu werden und spannende Eindrücke einzufangen, ist meines Auges Ziel; im Gleichen aber, all dies der Vergänglichkeit wieder freizugeben.